Alles über Heather von Matthew Weiner

 

Diese 140 Seiten von Matthew Weiner haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In der letzten Woche war meine Lesezeit nur sehr kurz, deshalb kam mir dieses dünne Buch sehr gelegen. Eigentlich ein Buch für zwei Abende, habe ich fast eine Woche zum Lesen gebraucht. Das lag auf keinen Fall daran, dass das Buch langweilig war. Im Gegenteil!! Ich habe auf ruhige Situationen zum Lesen gewartet, in denen ich diesen tollen Roman genießen kann.

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Schon am Anfang ahnt man, dass es eine gewaltige Explosion geben wird, wenn beide Stränge zusammenlaufen. Und das tun sie von Seite zu Seite unaufhaltsam.

Heather wächst behütet und geliebt als Einzelkind von Mark und Karen Breakstone auf. Sie wohnen in Manhattan, haben keine Geldsorgen und ihr Glück ist perfekt. Karen kümmert sich einzig und allein um Heather, sie ist ihr Lebensmittelpunkt. Erst als sich Heather in der Pubertät verändert und die Nähe zu ihrer Mutter nicht mehr wünscht, ist das Familienglück in Gefahr.

Bobby Klasky wächst als Sohn einer drogensüchtigen Prostituierten auf. Als Folge einer Vergewaltigung muss er in Gefängnis. Als er entlassen wird, findet er Arbeit auf einer Baustelle. Einer Baustelle unweit der Wohnung von Heather und ihren Eltern.

Weiner ist Erfinder der Erfolgsserie „Mad Men“ und hat mit „Alles über Heather“ einen in meinen Augen spannenden, atemberaubenden und intelligenten Roman geschrieben. Ich hatte den Kopf nicht frei, um den Roman am Stück zu lesen. Das werde ich aber auf jeden Fall nachholen. Aber trotzdem kam ich auch bei wenigen gelesenen Seiten am Tag immer wieder schnell in die Geschichte rein. Die Spannung lässt einen nach jeder Seite überlegen, ob es wirklich das scheinbar offensichtliche Ende geben wird.

Zum ersten Mal habe ich ein Buch des Verlages „Rowohlt Hundert Augen“ gelesen. Da dieses Buch außergewöhnlich war, sowohl was die beeindruckende Erzählung als auch das Buch an sich betrifft, werde ich mir die anderen Bücher des Verlages sicher noch anschauen. Das Buch ist ein gebundenes Buch ohne Schutzumschlag mit einem Cover, dessen Buchstaben im glänzenden Prägedruck aufgedruckt sind. Die Seiten sind bündig mit dem Rand wie bei einem Taschenbuch. Es hat relativ dicke Seiten, ein schönes Schriftbild und liegt auch aufgrund des schmalen Formats gut in der Hand.

Ich kann euch in jeder Hinsicht dazu raten: Lest dieses Buch!

Habt ihr schon Erfahrungen gesammelt mit anderen Büchern dieses Verlages?

 

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