Lesemonat Januar 2018

 

Dieser Januar war wieder ein abwechslungsreicher, lustiger, interessanter, berauschender Lesemonat. Es war der Monat, in dem meine Leseliebe zu Haruki Murakami entfacht wurde.

Stadt aus Rauch von Svealena Kutschke:

Ein dicker Wälzer, der im historischen Lübeck spielt und den Zeitraum von mehreren Generationen umfasst. Im Gegensatz zum Roman „Buddenbrooks“ aus Lübeck, der in der gehobenen Gesellschaft angesiedelt ist, geht es in „Stadt aus Rauch“ um die Armen, die Gestrandeten, die Künstler am Rande der Gesellschaft. Zum Glück gab es auf der letzten Seite des Buches einen Stammbaum. Dankbar habe ich diesen immer wieder aufgeschlagen, um wieder in die Geschichte eintauchen zu können. Sprachlich hervorragend, mit interessanten historischen Fakten, aber leider in meinen Augen etwas zu lang. Mir fehlte eine wirklich sympathische Figur, mit der ich leiden, lieben und lachen konnte. Dennoch ein tolles Buch! 4/5

 

Underground Railroad von Colton Whitehead:

Dieses Buch hat mich eine Woche lang begleitet. Sprachlich großartig, intelligent aufgebaut, spannend und informativ. Für dieses Buch erhielt Colson Whitehead 2017 den Pulitzerpreis. Als Leser begleiten wir die Sklavin Cora auf ihrer Flucht von einer Baumwollplantage. Viele Orte werden erreicht, Vorschriften und Gesetze ändern sich. Cora muss ihr Leben immer wieder in andere Hände geben und wildfremden Menschen vertrauen. Ein Buch, bei dem man in meinen Augen möglichst viele Seiten hintereinander lesen sollte. Ich musste mich oft neu in die jeweilige Situation reindenken, weil Zeiten und Orte wechseln und ich nur kurze Abschnitte  am Stück gelesen habe. Ab und an hatte ich das Gefühl wichtige Informationen überlesen zu haben, was daran lag, dass Erläuterungen erst im Nachhinein vom Autor in die Handlung eingeflochten wurden. Die Fakten zum Fluchtnetzwerk Underground Railroad habe ich mit großem Interesse gelesen. Als geschickten Schachzug empfand ich die Tatsache, dass der Autor dieses Netzwerk in der Geschichte als Zug dargestellt hat.  4/5

 

 

Das Glück ist ein Vogerl von Ingrid Kaltenegger:

Eine unterhaltsame Lektüre für alle, die schwarzen Humor mögen. Ein in die Jahre gekommenes Paar mit einer pubertären Tochter steht vor der Trennung. Während sie auf Lebenshilfeseminare steht, träumt er als Musiklehrer von einem großen Bühnenauftritt mit einer Band. Bei einem Verkehrsunfall, in der auch der Musiklehrer Franz eine Rolle spielt, kommt ein alter Mann namens Egon ums Leben, als er sich zu einer alten Dame ins Pflegeheim aufmacht, die vor langer Zeit seine Jugendliebe war. Kurze Zeit später taucht Egon als Geist bei Franz auf. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich mag surreale Elemente in einem Roman. Der Humor im Buch hat mich sehr angesprochen, mich oft laut lachen lassen. Köstlich! 4/5

 

Naokos Lächeln von Haruki Murakami:

Ohne Worte. Hierzu habe ich einen gesonderten Beitrag geschrieben. Auf jeden Fall: 5/5

 

 

 

Ich hoffe, ihr hattet im Januar auch schöne Lesestunden!

 

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